Minimalismus: Spontankäufe vermeiden - 30-Tage Regel

Spartipp #2 – Spontankäufe durch 30-Tage Regel vermeiden

Wer kennt das nicht: Man ist eh schon beim einkaufen und… Wow, das brauch ich unbedingt! Aber dann, ein paar wenige Tage später liegt das Ding in der Ecke und… da liegt es dann. Ich denke das ist Dir auch schon einmal passiert, oder?

Impulskäufe vermeiden

30-Tage Regel

Die wohl effektivste Methode ist die 30-Tage Regel. In Minimalismus- und Frugalismus-Kreisen ist diese Methode sehr beliebt und auch verbreitet. Manche haben eine 10-, andere 15- oder auch 20-Tage Regel. Ich hatte zu aller erst von 30 Tagen gehört und so mache ich es noch heute. Wie es funktioniert? Ganz einfach!

Du bist also jetzt im Moment gerade überzeugt das Du etwas ganz dringend brauchst. Das neue Smartphone oder vielleicht eine Smartwatch. Dir fallen gerade 100 gute Gründe ein, Dir das jetzt zu kaufen. Kennst Du das, wenn Du dich im Kopf vor dir selbst rechtfertigst und Gründe suchst warum das jetzt braucht unbedingt gebraucht wird?
Dann ist jetzt der beste Zeitpunkt, die 30-Tage Regel anzuwenden. Schreib Dir Deinen Wunsch auf eine 30-Tage Liste. Nun wartest Du. Und jetzt rate mal wie lange, genau 30-Tage!

Wenn Du nach 30-Tagen immer noch davon überzeugt bist, dann könntest Du es tatsächlich gebrauchen. Wenn Du nun aber 30-Tage auch gut ohne damit ausgekommen bist, dann wirst Du es vermutlich auch weitere 30, 60, 90, … 

Ich habe das ganze System für mich noch optimiert. Eine Liste fand ich blöd. Jedes Mal wenn ich etwas hinzugefügt habe, und das war am Anfang häufig der Fall, habe ich gesehen was ich schon zuvor aufgeschrieben hatte und diese Dinge waren dann wieder in meinem Hinterkopf.

Jetzt nutze ich dafür Briefumschläge und eine Magnettafel. In den Briefumschlag kommt ein kleiner Zettel mit der Notiz, was ich grade im Moment ach so dringend benötige. An die Magnettafel geheftet schreibe ich darüber das Datum, wann ich wieder in den Briefumschlag schauen kann. 

Spartipp #2: 30-Tage Regel

Dieses System ist auch anderweitig einsetzbar.
Wenn Du zum Beispiel in einer fremden Stadt in einer Shopping-Mall bist und vermutest, gerade vor einem wahnsinnigem guten Schnäppchen zu stehen. Verlasse den Laden für mindestens 10-Minuten. Oder lauf wenigstens noch eine gute Runde durch das Geschäft. Wenn Du immer noch der Meinung bist zücke Dein Smartphone und vergleiche die Preise. Meistens entpuppen sich 10 oder 20% reduzierte Waren als Mogelpackungen. Oft findest Du die Ware zu genau dem gleichen Preis oder gar günstiger in anderen Geschäften.

Oft werden Preise erhöht, um dann Rabatte anbieten zu können. Am Ende gehen also die Produkte für den Gleichen oder einen höheren Preis über die Ladentheke als ohne vermeintlichen Rabatt. 

Wenn ich Lebensmittel einkaufen gehe, nehme ich nur noch Bargeld mit. Mittlerweile weiß ich ja, wie viel ich ungefähr brauche. Diese Summe nehme ich mit, die Bankkarten bleiben Zuhause. Ich hab also schon gar keine Chance einem spontanen Einkaufskoller zu erliegen. Ich muss also erst mal nach Hause, dort Geld holen und dann wieder los. Oder online danach schauen. Genug Zeit um mir klar zu werden, dass ich Das eigentlich gar nicht brauche. 

Bei diesen Anregungen geht es darum, nicht spontan einzukaufen, sondern einen zeitlichen Abstand zu schaffen zwischen „will ich haben“ und „kaufe ich“ Insbesondere, wer einen Hang zu Spontankäufen hat und immer mal wieder dem „Einkaufskoller“ erliegt, ist mit solchen Tipps ein gutes Stück gegen Spontankäufe und Einkaufskoller gewappnet.

Achtsamkeit

Genau der oben beschriebene entstehende zeitliche Abstand kann auch dazu genutzt werden, sich den eigenen inneren Raum zu erschließen und sich näher mit den eigenen Wünschen, Bedürfnissen und Sehnsüchten auseinander zu setzen. Ich kann also z.B. nicht einfach „nur“ abwarten, ob sich der Kaufwunsch vielleicht nach einer gewissen Zeit von alleine erledigt hat, sondern die Gelegenheit zu nutzen, einmal sehr genau hinzuschauen und hinzufühlen.

Hör in Dich rein. Was denkst Du? Hast das Produkt den gewünschten Mehrwert für dich? Erfüllt dieses Ding Dein Bedürfnis wirklich?

Oft sind es einfach nur Deine Gewohnheiten, die Dich zum Kauf verleiten. Aber genau diese gilt es zu durchbrechen. 


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