Estanque grande del Retiro

Meine Reise nach Madrid – Teil 2

Nach einigen Cerveza, ein haufen Tapas und wenig Schlaf stand wohl oder übel ein gemütlicher Tag auf dem Plan.

Kristallpalast, Monumente und Paddelboote

Früh morgens ging es los in den Parque de El Retiro. Allein dort gab es schon einiges zu entdecken. Der Palacio de Cristal sowie das Monument to Alfonso XII waren nur zwei der vielen Stops im Park. Alle aufzuzählen wäre hier zu langweilig. Die Bilder zeige ich euch aber trotzdem. Aber keine Sorge, alle Paddelboote waren von Insta Hipstern ausgebucht, welche sich auf dem Wasser ein Instagram Story Battle geliefert haben. 

Cristóbal Colón - Christoph Kolumbus

Über den Plaza de la Independencia haben wir nach Stunden den Park wieder verlassen. Dann hieß es erst mal üppig Mittag essen und dann weiter zum Columbusplatz. Neben der gigantisch großen spanischen Flagge und den beindruckenden Monumenten ist hier der Torres de Colón. Hier haben wir weitere Stunden verbracht, bis es plötzlich zum Regnen angefangen hat.

Da war sie also, unsere Ausrede für die Metro. Und das Ziel war …

Estadio Santiago Bernabéu

Hier durften wir eine ganz persönliche Privatführung genießen, nur leider hat sich beim Betreten des Stadions der Akku meines Smartphones verabschiedet. Daher war dieses Bild das letzte für den Tag.

Das wars aber auch schon an Programm für diesen Tag. Ab in den Supermarkt, eingekauft, nach „Hause“ und dann noch schön gekocht.

An die spanischen Essenszeiten musste ich mich auch erst gewöhnen. Mir wurde es an dem Abend wie folgt erklärt.

Frühstück und dann zwischen 8 und 9 in die Arbeit. Gegen 10 gibt es dann noch einmal einen kleinen Snack zwischen durch. Mittag gegessen wird dann ab 14 Uhr mit anschließender Siesta, die dann doch gut und gerne mal 2 Stunden dauern kann. So beginnt dann der spanische Nachmittag erst ab 17 Uhr und wird dann um 21 Uhr vom Abend abgelöst. Was nun komm,t wisst ihr bestimmt, richtig: das Abendessen, traditionell erst gegen 22 Uhr.
Seltsam, oder nicht?

Tag 4 - Happy Birthday

Die Sonne hat uns auch an diesem Tag schon früh rausgelockt. Ich war froh, dass es keine Überraschungen in der früh wegen meinem Geburtstag gab. Umso mehr freute ich mich über diesen zum Glück normalen Tag (Das dachte ich zu diesem Zeitpunkt noch).

Zu erst ging es zum Templo de Debod, das Little Egypt von Madrid. Dieser ägyptischer Tempel vom Nil wurde hier in Madrid wieder aufgebaut. Danach weiter den Manzanares entlang, welcher erstaunlich wenig Wasser und verdammt viel Unkraut führte zum Huerta de la partida. Ein kleiner Park gefüllt von Morgensportlern, die mich gleich zum Mitmachen angesteckt haben.

Nach dem Morgensport haben wir uns dann mit Kaffee und Tortilla de Patatas gestärkt. Zuerst dachte ich wegen dem Marsch in das Universitätsviertel, wo wir die „Arbeitsstätte“ meines Freundes ausgiebig besichtigten. Ich sollte aber später eines Besseren belehrt werden!

Anschließend gab es noch vom Faro de Moncloa, dem Aussichtsturm von Madrid einen schönen Überblick über alles bereits gesehene.

Gerade an die Essenszeiten der Spanier gewohnt wurde ich wieder herausgerissen. Bereits um 16 Uhr liefen wir wieder Richtung Wohnung, um dort unsere spanischen Sandwiches namens Bocadillo vorzubereiten. Auf dem Tisch sah ich einen Brief liegen. Erst beachtete ich ihn gar nicht, geht mich ja schließlich nichts an. Jedoch räumte jeder immer um diesen Brief herum und lies aber eben nur diesen genau so auf dem Tisch liegen. Ich beugte mich kurz über den Tisch und sah ihn also mal genauer an.

„Ach heute ist ja Champions League“, dachte ich erleichtert. Schließlich interessiert mich Fußball nicht mehr so. Früher bin ich fast jedes Wochenende mit meinem Vater nach München ins (damals noch) Olympia Stadion zum FC Bayern gefahren. Das Interesse verließ mich aber mit der Zeit, da das Stadion Erlebnis immer weniger Faszination und immer mehr Kommerz wurde.

Erleichtert, dass es ja nichts für mich sein konnte, wendete ich mich nach einem kurzem Foto und einer „Haha kuck mal“ MMS an einen BVB-Freund aus Deutschland wieder ab.

Der Plan für den Abend war ein netter Abend bei spanischen Bekannten meines Freundes. Also packten wir die Bocadillos ein und machten uns auf den Weg. Seltsamerweise sich alle etwas legeres an, auch die sonst so stilbewussten spanischen Mitbewohner. Bestimmt irgend so ein Uni-Ding mit ihren rot-weißen Schals.

Lange Rede, fast kein Sinn.
Als wir dann aus der Metro stiegen und die Station verlassen haben standen wir in einer Fußballbegeisterter Menschenmenge vor dem Wanda Metropolitano, Estadio Olímpico de Madrid.

Kindheitserinnerungen und ein fantastischer Abend

Vollkommen überwältigt von dieser Überraschung, dem familiären Umfeld und von der spanischen Faszination zum Fußball war dies mein seit langem schönster Geburtstag.

Da oft Spiele während des spanischen Abendessens stattfanden, war es quasi Tradition im Stadion Bocadillos zu essen. Dafür war also unser Sandwichvorrat.

Es hat mich zum Teil schon geärgert, dass meine Freunde so viel für dieses Ticket ausgegeben haben, aber es war ja nicht das reine Spiel. Es war der ganze Abend, die Leute, die Freunde, die Atmosphäre. Der Ort war mir egal, es hätte auch der Park neben an sein können oder die Wohnung, in der wir für die Zeit lebten. 

Ich weiß gar nicht wie ich es in Worte fassen soll, damit du verstehst wie glücklich ich an diesem Abend war.
Ich lasse es einfach so stehen und beende hier diesen Beitrag, bevor ich noch Emotional werde.

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